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31. August 2014

Überraschung!

Ihr Leseherzen, heut hab ich was besonderes für euch. Der Herzmann und ich passen so wunderbar zusammen.. Wir können die Sätze des anderen beenden. (Er kann aber auch seine eigene Sätze zu Ende sprechen, dazu braucht er nicht zwangsläufig meine Hilfe.) Glaubter nich? Guckt mal selbst, der kann nämlich was..
Ich präsentiere euch also voller Stolz jetzt meinen eigenen Herzmann ganz exklusiv als Gastautor auf meinen Blog. Enjoy! :)

primus inter pares
… hier kommt brandaktuell ‚Au Revoir‘ von Mark Forster. Es kommt so oft im Radio, dass man meinen könnte, er wolle überhaupt nicht gehen… deswegen „auf Wiedersehen“? Es ist wohl eher eine Höflichkeitsfloskel, gar Anstand dies zu sagen. Doch zu viele Abschiede sind für immer.
„vergessen wer ich war“ tönt es aus dem Radio. Gute Frage. Wer war ich denn? Nunja, am Namen und meiner Herkunft hat sich nicht viel geändert; es sind schlicht nur Fakten. Äußerlich dagegen schon einiges – ja, man könnte meinen, ich sehe verdammt gut aus – immerhin hat sich da so einiges in den letzten 23 Jahren getan. Aber innerlich? „Es wird nie mehr sein, wie es war“ ja natürlich nicht Mark. Alles ist anders. Alles wird anders. Restlos alles verändert sich. Doch was bleibt eigentlich?
Fast jeder von uns kommt in den unfreiwilligen Genuss der einzelnen Phasen im Leben: Kindergarten (na gut, für manche ist hier schon Schluss), Schule, Ausbildung oder Studium; und dann geht’s los. Der Ernst des Lebens. Jetzt erst? Natürlich nicht! Der Ernst des Lebens beginnt mit dem Leben selbst.
Ich muss dabei leider viel zu sehr miterleben, wie Menschen um mich herum einfach stehen bleiben. Sowohl auf ihrem naiven Standpunkt ihrer kleinen Seifenblase, die nur darauf wartet zu zerplatzen. Und dann? Dann folgt das große Erwachen und Mutti wird sicherlich nicht sagen: „Egal Digger, YOLO.“ – „zum Kotzen vertraut eben“ – trotzdem noch zwei zu eins für mich Mark.
„Es gibt nichts, was mich hält“. Ob du weißt, was du singst Herr Forster? Mich hält so vieles hier – und ja, ich weiß auch, wie es woanders auf der Welt aussieht. Doch was genau hält einen eigentlich? Schaut euch doch mal um. Oder ist es vielleicht doch nur die Macht der Gewohnheit, das Bequeme?
Nicht ganz. Da wäre zum einen die Familie. Ja okay, es ist wissenschaftlich belegt: man kann sich seine nicht aussuchen. Freunde dagegen schon. Kann man? Doch waren es früher vielleicht noch um die zehn, sind es heute bei Facebook schon über 300. Das ist Spartaaa!!! Naja, nicht ganz Leonidas. Aber wie viele hat man denn nun eigentlich bzw. wie viele braucht man denn? Fünf? Sind das zu wenig oder doch noch zu viele? Wer kann das schon sagen, denn wer ist schon ein Leben lang an meiner Seite? Wer ist wirklich Freund?
Eine spontane mutige Antwort darauf: meine Verlobte, denn sie ist alles für mich – Kumpel, Freundin, Überlebenskünstlerin, Feindin und Beraterin in allen Lebenslagen; und das nun schon seit mittlerweile vier erlebnis- und ereignisreichen Jahren. Trotzdem würde ich nie auf die aberwitzige Idee kommen, ihr „auf Wiedersehen“ zu sagen. „Auf Wiedersehen“ sagt die übertrieben freundliche Bäckereifachangestellte hinter dem Tresen, nachdem sie mir drei Brote, sieben Brötchen und vier Stücke Kuchen aufgeschwatzt hat – und letztendlich schmeißt man doch die Hälfte weg. Aber klar, haben ist ja bekanntlich besser als brauchen.

Sieh dich um, bevor du jemandem „auf Wiedersehen“ sagst. Es könnte das letzte Mal sein. Ich bleibe, denn ich werde gehalten.

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