6. Dezember 2015
Die Anfänge der Bridezilla-to-be
Ihr Lieben, wie ich es euch ja vor Kurzem schon geschildert habe, ist meine anstehende Hochzeit wohl so ziemlich das einzig Spannende, über das ich momentan berichten kann. Nunja.. oder will.
Wie auch immer - ich möchte von vorne anfangen, zu berichten. Starten wir also beim.. Antrag?
Nein, zunächst etwas früher.
Mein Standardsatz, wenn mein Liebster und ich auf das Thema Heirat zu sprechen kamen, war stets: "Ich möchte nicht gefragt werden, wenn nicht spätestens im folgenden Jahr die Hochzeit stattfinden kann." Ewig verlobt sein finde ich nämlich doof. Erst fragen und dann kneifen? Nichts für mich.
Anmerkung 1: Ja, auch ich hätte ihn fragen können. Was ich sicherlich auch irgendwann getan hätte, wenn er es nicht gemacht hätte. So altmodisch bin ich da nicht.
Anmerkung 2: Über mein "Ich war bereits einmal verlobt"-Trauma berichte ich an dieser Stelle nicht. Ist auch nicht erwähnenswert. Zumindest ein Beteiligter dieses ehemaligen Bundes ist heute verheiratet. Richtig, ich bins nicht. Sagte ich bereits, dass ich ans Karma glaube? Jeder bekommt, was er verdient. Durchsage Ende.
Ich dachte, mit dieser Aussage hätte ich meine Stellung zu dem Thema mehr als deutlich gemacht. Heiraten möchte ich. Das gehört für mich und meine Vorstellungen vom Leben dazu. Ich möchte auch nur einmal in meinem Leben heiraten. Das habe ich mir zum festen Vorsatz gemacht. Nur ein Mann verdient das Privileg, mein Ehemann zu sein. (Das wär ja fast schief gegangen, wa? - Aus Fehlern lernt man bekanntlich.) Dieser Mann hat sich nun auch gefunden, wie ihr sicherlich alle schon wisst. Und wie der sich gefunden hat, könnt ihr in einem anderen Eintrag auf diesem Blog lesen. Das soll hier auch nicht Thema sein.
Ich schweife hier gerade gewaltig ab, oder? Ich war beim Antrag. Also, wie es dazu kam.
Gut, also für mich: Antrag, dann im folgenden Jahr heiraten. Alles klar, Mann? Alles klar. Sagte er zumindest so.
Und dann kam das so:
Wie viele von euch wissen, hab ich neben meiner Ausbildung gejobbt, um unsere Haushaltskasse aufzubessern. War 'ne ziemlich harte Zeit, die mit sich brachte, dass ich am Ende eines Tages eigentlich nur noch auf der Couch liegen und mir 'ne Decke bis zu Nasenspitze ziehen wollte. Physisch wie psychisch hat das ziemlich geschlaucht. In dieser Zeit war der Liebste mir immer die größte Stütze: er hatte bereits gekocht und sich um den Großteil des Haushaltes gekümmert, wenn ich abends völlig platt nach Hause kam. Oft hatte er einen immensen Schokivorrat bereitgelegt (gut für die Seele. hilft schließlich auch gegen den Einfluss von Dementoren) und bot mir Kuscheleinheiten oder Nackenmassagen an. Traumkerl, mh?
Tja, und dann war da der 01.06.2013. Ich hatte Schicht bis 20.30Uhr, für später waren liebe Freunde eingeladen. Ich radelte nach meiner Schicht also fix nach Hause, um mich noch schnell ein wenig frisch machen zu können - und zu Hause angekommen bekam ich ihn. Den wohl schüchternsten, liebevollsten Antrag, den ich mir von meinem Liebsten vorstellen konnte.
(Aus Rücksicht auf ihn und uns möchte ich hier aber nicht alle Einzelheiten veröffentlichen, sorry Guys.)
Nur so viel: wir weinten beide, ich sagte natürlich ja und er gab mir DEN Ring. DER Ring war ein von mir vor Jahren selbstgebastelter, aus dem Draht des Verschlusses einer Sektflasche und einem potthässlichen Herzanhänger, über welchen ich nach Fertigstellung scherzhaft gesagt hatte: "Den möchte ich als Verlobungsring tragen." Er hatte ihn aufgehoben. Die ganze Zeit über.
Es blieb vorerst unser kleines Geheimnis.
- to be continued -
Grüße aus der Kuschelklamotte,
das Frollein.
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